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Kraftstoffpreise steigen spürbar zum Jahresanfang

Cornelia Schröder-Meins
Letzte Aktualisierung: 2. Januar 2026 17:40
Cornelia Schröder-Meins
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Deutlicher Preissprung gleich zu Beginn des neuen Jahres

Der Jahreswechsel hat Autofahrer in Deutschland mit merklich höheren Kosten an den Zapfsäulen überrascht. Benzin und Diesel verteuerten sich zum 1. Januar 2026 deutlich gegenüber dem Jahresende 2025. Nach aktuellen Auswertungen lag der bundesweite Tagesdurchschnittspreis für Super E10 am Neujahrstag bei 1,709 Euro pro Liter. Das entspricht einem Anstieg von 3,4 Cent im Vergleich zum 31. Dezember. Noch stärker fiel die Bewegung beim Diesel aus: Der Preis erhöhte sich um vier Cent auf 1,658 Euro pro Liter.

Diese Entwicklung markiert einen der deutlichsten Preisschritte zum Jahreswechsel der vergangenen Jahre und trifft Millionen Pendler sowie gewerbliche Nutzer unmittelbar zu Beginn des neuen Kalenderjahres.

CO₂-Bepreisung als zentraler Kostentreiber

Als wesentlicher Faktor für den kräftigen Anstieg gilt die zum Jahresanfang wirksam gewordene höhere CO₂-Bepreisung. Diese schlägt je nach Kraftstoff mit bis zu drei Cent pro Liter zu Buche. Die neue Abgabe ist Teil der klimapolitischen Steuerungsinstrumente und erhöht die Kosten für fossile Energieträger spürbar.

Auffällig ist jedoch, dass der tatsächliche Preissprung über den rechnerischen Effekt der CO₂-Abgabe hinausgeht. Dies deutet darauf hin, dass weitere Marktfaktoren eine Rolle spielen, etwa Anpassungen entlang der Lieferkette oder strategische Preissetzungen der Anbieter.

Vergleich zeigt stärkere Verteuerung als zunächst sichtbar

Besonders deutlich wird die Preisentwicklung, wenn nicht der Silvestertag, sondern der 29. Dezember 2025 als Vergleichsmaßstab herangezogen wird. In diesem Fall ergibt sich bei Super E10 ein Anstieg von 5,4 Cent, während Diesel sogar um rund sechs Cent pro Liter teurer wurde.

Dieses Muster ist nicht ungewöhnlich. Erfahrungsgemäß reagieren die Kraftstoffpreise auf steuerliche Änderungen nicht ausschließlich punktgenau zum Stichtag, sondern bewegen sich oft bereits in den Tagen davor nach oben. Der Markt antizipiert bevorstehende Kostensteigerungen und bildet diese schrittweise ab.

Jahresbeginn traditionell sensibler Zeitraum

Der Jahreswechsel gilt an den Energiemärkten als besonders sensibler Zeitraum. Neben steuerlichen Anpassungen wirken sich häufig auch geringere Handelsvolumina, logistische Umstellungen und vorsichtige Marktpositionierungen aus. Diese Faktoren können Preisschwankungen zusätzlich verstärken.

Für Verbraucher bedeutet dies, dass Preisvergleiche zu Jahresbeginn besonders relevant sind. Regionale Unterschiede können sich in dieser Phase stärker ausprägen als im übrigen Jahresverlauf.

Belastung für Haushalte und Wirtschaft

Die höheren Spritpreise treffen private Haushalte ebenso wie Unternehmen. Pendler mit langen Arbeitswegen spüren die Mehrkosten unmittelbar, während Speditionen, Handwerksbetriebe und der öffentliche Verkehr steigende Betriebsausgaben einkalkulieren müssen. Da Kraftstoffpreise vielfach indirekt auf Transport- und Warenkosten wirken, könnten die Effekte über die Zapfsäule hinausreichen.

Ob sich das aktuelle Niveau verfestigt oder im weiteren Verlauf des Januars wieder abschwächt, hängt von mehreren Faktoren ab, darunter der Entwicklung der Rohölpreise, der Nachfrage sowie der allgemeinen Marktlage.

Stichwörter: Benzinpreise, CO2, Deutschland, Dieselpreise, Energiepreise, Jahresanfang, Kraftstoffkosten, Mobilität, Tankstellen, Verbraucher
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