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Edelmetallpreise erreichen neue Höchststände

Adrian Kelbich
Letzte Aktualisierung: 23. Januar 2026 16:52
Adrian Kelbich
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Kapitalflucht aus US-Anlagen treibt Kurse in die Nähe zur 5.000-Dollar-Marke bei Gold und zur 100-Dollar-Schwelle bei Silber

An den internationalen Rohstoffmärkten setzen Gold, Silber und Platin ihren Höhenflug fort. Hintergrund ist ein spürbarer Vertrauensverlust vieler Investoren gegenüber den USA und deren Finanzanlagen. In der Folge verlagert sich Kapital verstärkt in Sachwerte. Der Goldpreis stieg zeitweise um 0,6 Prozent auf 4.967,03 US-Dollar je Feinunze und näherte sich damit weiter der symbolträchtigen Marke von 5.000 US-Dollar. Auch Silber verzeichnete kräftige Zugewinne und legte um 3,3 Prozent auf 99,37 US-Dollar je Feinunze zu. Platin verteuerte sich ebenfalls deutlich und notierte mit einem Plus von bis zu 2,1 Prozent bei 2.684,43 US-Dollar.

Politische Unsicherheit belastet Vertrauen in die USA

Marktbeobachter sehen die Ursachen der Preisrally vor allem im politischen Umfeld. Die zunehmende Unberechenbarkeit der US-Außen- und Handelspolitik sowie Sorgen um die institutionelle Stabilität in den Vereinigten Staaten verunsichern Investoren weltweit. Insbesondere die Diskussionen um eine mögliche Einflussnahme von US-Präsident Donald Trump auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed haben das Vertrauen in den US-Finanzplatz geschwächt.

Kyle Rodda, leitender Marktanalyst bei Capital.com, bringt die Entwicklung auf den Punkt und erklärt wörtlich: „Das Vertrauen in die USA und ihre Vermögenswerte ist erschüttert, und genau das treibt Kapital in Edelmetalle.“

Schwacher Dollar verstärkt Preisauftrieb

Ein zusätzlicher Faktor ist die Entwicklung am Devisenmarkt. Der Dollar-Index ist seit Anfang 2025 um mehr als neun Prozent gefallen. Da Gold, Silber und Platin überwiegend in US-Dollar gehandelt werden, verbilligen sich diese Metalle für Käufer aus anderen Währungsräumen. Die gestiegene Nachfrage aus Europa und Asien verstärkt den Aufwärtsdruck auf die Preise zusätzlich.

Gold mit außergewöhnlicher Langfristperformance

Der aktuelle Preisanstieg reiht sich in eine außergewöhnlich starke Entwicklung ein. Bereits im vergangenen Jahr verteuerte sich Gold um 65 Prozent, was den höchsten Jahreszuwachs seit 1979 bedeutete. Auch der Start in das Jahr 2026 verlief dynamisch: In den ersten 16 Handelstagen legte der Goldpreis um knapp 15 Prozent zu.

Als Treiber gelten anhaltende geopolitische Spannungen, darunter Konflikte im Nahen Osten, Unsicherheiten rund um den Iran sowie wiederkehrende Handelskonflikte zwischen den USA und Europa. Zwar hatte Donald Trump zuletzt einige Zolldrohungen im Zusammenhang mit Grönland zurückgenommen, doch sorgte diese Entspannung lediglich für eine kurze Pause. Bereits kurz darauf zogen die Preise für Edelmetalle erneut an.

Silber profitiert doppelt als Schutz- und Industriemetall

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Silber. Während Gold vor allem als klassischer Wertspeicher gefragt ist, vereint Silber zwei Eigenschaften. Einerseits gilt es ebenfalls als sicherer Hafen, andererseits spielt es eine zentrale Rolle in der Industrie. Anwendungen finden sich unter anderem in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik, Photovoltaik und Energiespeicherung.

Diese Doppelfunktion spiegelt sich in der Preisentwicklung wider. Im Jahr 2025 stieg der Silberpreis um nahezu 150 Prozent. Seit Jahresbeginn 2026 kamen weitere 38 Prozent hinzu. Die Marke von 100 US-Dollar je Feinunze gilt am Markt inzwischen nicht mehr als unrealistisches Szenario, sondern als kurzfristig erreichbar.

Edelmetalle als Spiegel globaler Krisen

Historisch reagieren Edelmetalle sensibel auf Phasen politischer und wirtschaftlicher Instabilität. Kriege, geopolitische Machtverschiebungen, Währungsschwankungen und Unsicherheiten an den Finanzmärkten führen regelmäßig zu einer steigenden Nachfrage nach Gold und Silber. Die aktuelle Situation reiht sich in dieses Muster ein.

Während Aktien- und Anleihemärkte zunehmend von politischen Entscheidungen abhängig erscheinen, bieten Edelmetalle vielen Investoren eine Form von Absicherung gegen systemische Risiken. Die jüngsten Rekordstände unterstreichen diese Rolle eindrucksvoll.

Ausblick bleibt von Unsicherheit geprägt

Auch wenn kurzfristige Gewinnmitnahmen jederzeit möglich sind, bleibt die grundlegende Nachfrage nach Edelmetallen hoch. Solange geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Risiken und Zweifel an der Stabilität großer Finanzsysteme bestehen, dürften Gold, Silber und Platin weiterhin im Fokus der Anleger stehen.Die Nähe zur 5.000-Dollar-Marke bei Gold und zur 100-Dollar-Schwelle bei Silber verdeutlicht, wie stark die Märkte derzeit von Sicherheitsbedürfnissen geprägt sind.

Stichwörter: Dollar, Edelmetalle, Finanzen, Gold, Goldpreis, Inflation, Krisen, Kurse, Platin, Rohstoffe, Sicherheit, Silber, Silberpreis, Unsicherheit
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