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Stellantis reagiert mit Werksschließungen auf Absatzkrise

Adrian Kelbich
Letzte Aktualisierung: 24. September 2025 15:28
Adrian Kelbich
stellantis-reagiert-mit-werksschließungen-auf-absatzkrise

Schwächelnder Markt zwingt zu drastischen Einschnitten

Der Automobilkonzern Stellantis sieht sich in Europa mit einer spürbaren Absatzkrise konfrontiert. Aufgrund schwacher Nachfrage, insbesondere im Bereich der Elektrofahrzeuge, hat das Unternehmen vorübergehende Werksschließungen angekündigt. Ziel dieser Maßnahmen sei es, „das Produktionstempo an den aktuellen Markt anzupassen und gleichzeitig Lagerbestände zu reduzieren“, so ein Sprecher. Betroffen sind Standorte in Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Polen.

Contents
Schwächelnder Markt zwingt zu drastischen EinschnittenOpel-Werk in Eisenach legt für fünf Tage stillVerluste im MilliardenbereichUrsachen: E-Mobilität und MarktbedingungenStrategische Bedeutung für die Zukunft

Opel-Werk in Eisenach legt für fünf Tage still

Besonders im Fokus steht die Opel-Fabrik in Eisenach, die ihre Bänder für fünf Tage anhält. Doch auch andere europäische Werke sind von temporären Stillständen betroffen. In Poissy (Frankreich) soll die Produktion für drei Wochen ruhen, im spanischen Saragossa für sieben Tage und im polnischen Tychy für neun Tage. Hinzu kommen Unterbrechungen in Madrid mit 14 Tagen und im italienischen Pomigliano mit 15 Tagen. Diese koordinierte Maßnahme unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Absatzprobleme im gesamten Konzern.

Verluste im Milliardenbereich

Die Krise spiegelt sich auch in den Geschäftszahlen wider. Im ersten Halbjahr musste Stellantis einen Umsatzrückgang von 13 Prozent auf 74,3 Milliarden Euro hinnehmen. Gleichzeitig gingen die Verkaufszahlen weltweit um 7 Prozent zurück. Besonders stark war der Einbruch in Europa, wo die Verkäufe um 8 Prozent sanken. Medienberichte weisen darauf hin, dass vor allem die Elektroautos hinter den Erwartungen zurückblieben. Ein Analyst erklärte: „Die Nachfrage nach Stromern stagniert, während die Lager voll sind.“

Ursachen: E-Mobilität und Marktbedingungen

Die Gründe für die Absatzschwäche sind vielfältig. Während die E-Mobilität politisch gefördert wird, zeigen sich viele Konsumenten weiterhin zögerlich – sei es aufgrund hoher Anschaffungskosten, unzureichender Ladeinfrastruktur oder Unsicherheit über die Wertstabilität. Hinzu kommt ein von Inflation und schwächerer Kaufkraft belasteter europäischer Automarkt. Stellantis versucht nun, das Gleichgewicht zwischen Produktion und Absatz wiederherzustellen.

Strategische Bedeutung für die Zukunft

Mit Marken wie Peugeot, Fiat, Chrysler und Opel zählt Stellantis zu den größten Akteuren der Branche. Die derzeitigen Einschnitte sollen verhindern, dass sich Überkapazitäten langfristig negativ auswirken. Branchenbeobachter betonen, dass der Konzern trotz aktueller Schwierigkeiten weiterhin eine Schlüsselrolle im europäischen Automobilsektor spielt. Entscheidend wird sein, wie erfolgreich Stellantis seine Elektrostrategie an die reale Marktnachfrage anpassen kann.

Stichwörter: Absatzkrise, Automarkt, Eisenach, Elektroautos, Frankreich, Italien, OPEL, Polen, Spanien, Stellantis, Werksschließung
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