Zahlungsdienstleister unter Druck
Der US-Konzern Paypal hat nach einer massiven Panne seiner Sicherheitssysteme angekündigt, betroffene Händler vollständig zu entschädigen. Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte: „Alle rechtmäßigen Transaktionen der Händlerinnen und Händler werden vollständig erstattet.“ Damit versucht das Unternehmen, das Vertrauen der Geschäftspartner zurückzugewinnen.
Ausfall der Schutzsysteme löst Krise aus
Auslöser war ein Ausfall von Sicherheitssystemen, die betrügerische Lastschriften blockieren sollten. Dadurch wurden innerhalb weniger Tage enorme Summen übermittelt. In Deutschland stoppten Banken Zahlungen im zweistelligen Milliardenbereich, die von der Paypal-Bank in Luxemburg eingereicht worden waren. Betroffen waren Lastschriften, bei denen Paypal Beträge direkt vom Konto der Kunden einzieht, nachdem diese Online-Einkäufe getätigt hatten.

Gigantische Betrugsversuche
Nach Informationen aus Finanzkreisen fiel besonders eine Transaktion auf: Eine einzige betrügerische Lastschrift überschritt den Betrag von einer Milliarde Euro. Weitere betrügerische Abbuchungen bewegten sich im dreistelligen Millionenbereich. Diese unüblich hohen Summen machten die Vorgänge für Banken sofort verdächtig, sodass zahlreiche Zahlungen noch rechtzeitig gestoppt wurden.
Auswirkungen auf Händler und Kunden
Für viele Händler hatte die Situation drastische Folgen: Zahlreiche Zahlungen wurden nicht verbucht, sodass Einnahmen in großem Umfang blockiert waren. Kunden wiederum mussten teils mehrfach prüfen, ob ihre Einkäufe tatsächlich abgerechnet worden waren. Paypal stellte klar, dass alle rechtmäßigen Transaktionen nachgearbeitet und den Händlern gutgeschrieben werden.
Konsequenzen für das Unternehmen
Die Panne stellt Paypal vor erhebliche Herausforderungen. Neben dem finanziellen Schaden droht auch ein Imageschaden. Händler und Banken erwarten lückenlose Aufklärung, wie es zu einem Ausfall in dieser Größenordnung kommen konnte. Das Unternehmen betonte, dass die Liquidität gesichert sei und Kunden wie Händler keinen dauerhaften Nachteil erleiden würden.