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EuropaPolitik

EU kritisiert Selenskyj im Streit mit Ungarn

Cornelia Schröder-Meins
Letzte Aktualisierung: 6. März 2026 21:48
Cornelia Schröder-Meins
brüssel-rügt-kiew-im-konflikt-mit-budapest

Diplomatische Spannungen innerhalb Europas

Ein politischer Konflikt zwischen Ungarn und der Ukraine sorgt derzeit für erhebliche Spannungen innerhalb Europas. Auslöser sind Streitigkeiten über blockierte Finanzhilfen, Energieversorgung und diplomatische Drohungen. Die EU-Kommission hat sich nun ungewöhnlich deutlich zu Wort gemeldet und die Wortwahl des ukrainischen Präsidenten kritisiert.

Contents
Diplomatische Spannungen innerhalb EuropasKonflikt über Finanzhilfen und EnergieversorgungSelenskyjs Aussage löst diplomatische Krise ausUngarn wirft Ukraine kriminelle Aktivitäten vorUkraine spricht von Geiselnahme und StaatsterrorEU versucht diplomatische Eskalation zu verhindernUngarns Sonderrolle innerhalb der EU

Ein Sprecher der Kommission erklärte in Brüssel, dass Drohungen gegen Mitgliedstaaten der Europäischen Union nicht akzeptabel seien. „Eine solche Wortwahl ist inakzeptabel. Es darf keine Drohungen gegen EU-Mitgliedsstaaten geben“, sagte der Vertreter der Kommission. Gleichzeitig warnte er davor, dass eine „eskalierende und aufrührerische Rhetorik“ den Konflikt weiter verschärfen könne.

Der Streit zeigt, wie angespannt die Beziehungen zwischen einigen europäischen Staaten seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine geblieben sind.

Konflikt über Finanzhilfen und Energieversorgung

Im Zentrum der Auseinandersetzung steht eine politische Blockade durch die Regierung in Budapest. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán stellt sich gegen neue EU-Finanzhilfen für die Ukraine sowie gegen weitere Sanktionen gegen Russland.

Dabei geht es um ein Hilfspaket von rund 90 Milliarden Euro, das der Ukraine zur Stabilisierung ihrer Wirtschaft und zur Finanzierung militärischer Unterstützung dienen soll. Ungarn blockiert diese Mittel bislang im EU-Rat.

Budapest verfolgt damit eigene energiepolitische Interessen. Die Regierung versucht, eine Wiederaufnahme günstiger Öllieferungen über den Südstrang der Druschba-Pipeline zu erreichen. Diese Pipeline verbindet Russland über Belarus und die Ukraine mit Ungarn und der Slowakei.

Nach ukrainischen Angaben wurde die Leitung bereits im Januar bei russischen Luftangriffen schwer beschädigt und ist derzeit nicht funktionsfähig. Die ungarische Regierung zweifelt diese Darstellung jedoch an und vermutet politische Motive hinter der Blockade.

Selenskyjs Aussage löst diplomatische Krise aus

Die Spannungen eskalierten, nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj öffentlich scharfe Worte gegen die ungarische Regierung gerichtet hatte.

Selenskyj erklärte:
„Wir hoffen, dass eine Person in der Europäischen Union die 90 Milliarden Euro nicht blockieren wird und die ukrainischen Kämpfer Waffen bekommen, andernfalls geben wir die Adresse dieser Person unseren Jungs weiter, auf dass sie ihn anrufen und mit ihm in ihrer Sprache reden.“

Diese Aussage wurde von der ungarischen Regierung als Versuch der Einschüchterung interpretiert. In Budapest sprach man von einem Erpressungsversuch gegenüber einem EU-Mitgliedstaat.

Die EU-Kommission reagierte prompt und forderte beide Seiten auf, ihre Tonlage zu mäßigen.

Ungarn wirft Ukraine kriminelle Aktivitäten vor

Parallel zum politischen Streit verschärfte ein weiterer Vorfall die Lage. Ungarische Behörden nahmen in Budapest sieben Mitarbeiter der ukrainischen Staatsbank Oschadbank fest.

Nach Angaben der ukrainischen Regierung waren die Bankangestellten unterwegs, um Bargeld aus Österreich in die Ukraine zu transportieren. Insgesamt ging es laut ukrainischen Angaben um 35 Millionen Euro sowie neun Kilogramm Gold.

Die ungarische Steuerbehörde leitete jedoch ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Geldwäsche ein. Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó erklärte laut Medienberichten:
„Es könnte sich um Geld der ukrainischen Kriegsmafia handeln.“

Später kündigte die ungarische Regierung an, die sieben ukrainischen Staatsbürger auszuweisen.

Regierungssprecher Zoltan Kovacs teilte mit:
„Basierend auf diesen Erkenntnissen werden alle sieben Personen aus Ungarn ausgewiesen.“

Nach Angaben der Behörden soll die Gruppe von ehemaligen Offizieren der ukrainischen Luftwaffe koordiniert worden sein.

Ukraine spricht von Geiselnahme und Staatsterror

Die ukrainische Regierung reagierte empört auf die Festnahmen. Außenminister Andrij Sybiha warf Ungarn vor, politisch motiviert gegen ukrainische Staatsbürger vorzugehen.

Er sprach von „Staatsterrorismus“ sowie von „Schutzgelderpressung“. Die Ukraine bezeichnete die Beschlagnahmung der Geldtransporte als unrechtmäßig.

Darüber hinaus empfahl die ukrainische Regierung ihren Bürgern, vorerst nicht nach Ungarn zu reisen.

Diese Maßnahme zeigt, wie stark sich der politische Konflikt inzwischen auf die bilateralen Beziehungen auswirkt.

EU versucht diplomatische Eskalation zu verhindern

Angesichts der zunehmenden Spannungen bemüht sich die EU-Kommission, die Situation zu entschärfen. Ziel sei es, die Energiesicherheit der Mitgliedstaaten zu gewährleisten und gleichzeitig die Unterstützung für die Ukraine aufrechtzuerhalten.

Ein Sprecher der Kommission betonte, dass alle Seiten zur Mäßigung aufgerufen seien. Gleichzeitig müsse Europa weiterhin gemeinsam daran arbeiten, den politischen und wirtschaftlichen Druck auf Russland aufrechtzuerhalten.

Der Konflikt zwischen Ungarn und der Ukraine zeigt jedoch, wie schwierig es innerhalb der Europäischen Union geworden ist, in zentralen Fragen eine gemeinsame Linie zu finden.

Ungarns Sonderrolle innerhalb der EU

Die Regierung von Viktor Orbán verfolgt seit Jahren einen eigenständigen Kurs innerhalb der Europäischen Union. Trotz des seit vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine unterhält Ungarn weiterhin relativ enge Beziehungen zu Russland.

Diese Position führt regelmäßig zu Konflikten mit anderen EU-Mitgliedstaaten. Besonders bei Sanktionen oder finanziellen Hilfen für die Ukraine kommt es immer wieder zu Blockaden.

Der aktuelle Streit über das 90-Milliarden-Euro-Paket verdeutlicht erneut die politischen Spannungen innerhalb der EU.

Während viele Staaten eine schnelle Unterstützung für die Ukraine fordern, versucht Budapest weiterhin, energiepolitische und wirtschaftliche Interessen durchzusetzen.

Stichwörter: Druschba, Energiesicherheit, EU-Kommission, Finanzhilfen, Krieg, Krise, Öllieferungen, Russland, Selenskyj, Ukraine, Ungarn, Viktor Orbán
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