Der japanische Videospielekonzern Nintendo erlebt dank seiner neuen Konsole einen außergewöhnlich starken Geschäftslauf. Die Switch 2, die Mitte 2025 auf den Markt kam, hat in kurzer Zeit maßgeblich zum Umsatz- und Gewinnanstieg beigetragen. Die aktuellen Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 zeigen, wie stark der Konzern von der neuen Hardware-Generation profitiert.
Umsatz verdoppelt sich innerhalb von neun Monaten
Nintendo teilte mit, dass sich der Umsatz in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres auf 1,9 Billionen Yen belief. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Verdopplung. Umgerechnet entspricht das einem Erlös von rund 10,4 Milliarden Euro. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen vieler Marktbeobachter deutlich.
Die starke Entwicklung ist vor allem auf die hohe Nachfrage nach der neuen Konsole zurückzuführen, die an den Erfolg der ursprünglichen Switch anknüpfen konnte.
Operativer Gewinn legt kräftig zu
Parallel zum Umsatz wuchs auch die Ertragskraft des Konzerns. Der operative Gewinn stieg um 21 Prozent auf 300,3 Milliarden Yen. Nintendo profitiert dabei nicht nur von hohen Verkaufszahlen, sondern auch von stabilen Margen im Hardware- und Softwaregeschäft.
Insbesondere der Verkauf eigener Spiele für die neue Konsole trug dazu bei, die Profitabilität weiter zu verbessern. Analysten verweisen darauf, dass Nintendo traditionell einen großen Teil der Wertschöpfung selbst kontrolliert und dadurch weniger abhängig von externen Partnern ist.

Switch 2 verkauft sich millionenfach
Die Switch 2 entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem Verkaufsschlager. Bis zum Ende des Jahres 2025 wurden laut Unternehmensangaben 17,4 Millionen Geräte abgesetzt. Damit gehört die Konsole bereits jetzt zu den erfolgreichsten Markteinführungen in der Geschichte des Konzerns.
Die Kombination aus verbesserter Hardware, bekannten Marken und neuen Spieleinhalten sorgte für eine hohe Nachfrage in mehreren Kernmärkten gleichzeitig. Besonders stark war der Absatz in Japan, Nordamerika und Europa.

Investoren diskutieren über Nachhaltigkeit des Booms
Trotz der beeindruckenden Zahlen wird an den Finanzmärkten intensiv darüber diskutiert, wie dauerhaft diese Dynamik ist. Einige Investoren fragen sich, ob Nintendo das aktuelle Tempo auch in den kommenden Quartalen halten kann oder ob nach dem starken Start eine Abschwächung droht.
Der Konsolenmarkt gilt als zyklisch, da Verkäufe häufig zu Beginn eines Produktlebenszyklus besonders hoch sind. Entscheidend wird sein, wie schnell Nintendo das Spieleangebot weiter ausbaut und zusätzliche Käufergruppen erschließt.
Unternehmen hält an Jahresprognose fest
Nintendo selbst zeigt sich zuversichtlich. Der Konzern bestätigte seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2025/26. Demnach soll der operative Gewinn um fast ein Drittel auf 370 Milliarden Yen steigen. Gleichzeitig rechnet das Unternehmen mit einem Absatz von insgesamt 19 Millionen Switch-2-Konsolen im laufenden Geschäftsjahr.
Mit dieser Prognose signalisiert Nintendo Vertrauen in die anhaltende Nachfrage und in die Stärke seines Geschäftsmodells.
Neue Konsole als zentraler Wachstumstreiber
Die aktuellen Zahlen unterstreichen, welche Bedeutung die Switch 2 für Nintendo hat. Sie fungiert nicht nur als Hardware-Plattform, sondern als Grundlage für den Verkauf von Spielen, Online-Diensten und Zusatzinhalten. Dieser integrierte Ansatz verschafft dem Konzern einen stabilen Einnahmestrom über mehrere Jahre hinweg.
Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres wird entscheidend sein, ob Nintendo das hohe Interesse an der Konsole aufrechterhalten und gleichzeitig neue Impulse im Spieleportfolio setzen kann.