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US-Banken glänzen mit starken Ergebnissen

Adrian Kelbich
Letzte Aktualisierung: 15. Januar 2026 16:20
Adrian Kelbich
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Goldman Sachs profitiert von Investmentbanking und Sondereffekten

Das vierte Quartal brachte Goldman Sachs einen deutlichen Gewinnsprung, getragen von einer lebhaften Nachfrage im Investmentbanking und einem positiven Sondereffekt. Der Nettogewinn stieg um 12 Prozent auf 4,6 Milliarden US-Dollar, während das Ergebnis je Aktie 14,01 US-Dollar erreichte. Gleichzeitig gingen die Erträge um 3 Prozent auf 13,45 Milliarden US-Dollar zurück. Ausschlaggebend dafür war vor allem die Abgabe des Apple-Kreditkartengeschäfts.

Im operativen Geschäft zeigte sich jedoch klare Stärke: Die Einnahmen im Investmentbanking legten um 25 Prozent zu, das Handelsgeschäft wuchs um 19 Prozent. Die Vereinbarung zur Übertragung des Apple-Kreditkartengeschäfts an JPMorgan brachte einen positiven Einmaleffekt von 0,46 US-Dollar je Aktie. Gleichzeitig belasteten Portfolio-Neubewertungen und der Deal die Erträge mit 2,26 Milliarden US-Dollar. Entlastend wirkte hingegen die Auflösung von Risikovorsorgen in Höhe von 2,48 Milliarden US-Dollar für ausfallgefährdete Kredite.

Morgan Stanley übertrifft Erwartungen dank M&A und Vermögensverwaltung

Auch Morgan Stanley schloss das Quartal deutlich stärker ab als erwartet. Der Nettogewinn kletterte auf 4,4 Milliarden US-Dollar nach 3,7 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 2,68 US-Dollar, womit die Bank die Analystenschätzungen von 2,43 US-Dollar klar übertraf.

Die Erträge stiegen auf 17,9 Milliarden US-Dollar, nach 16,2 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Besonders dynamisch entwickelte sich das Investmentbanking mit einem Plus von 47 Prozent, gestützt durch eine höhere Zahl an Fusionen und Übernahmen. Der Aktienhandel wuchs um 10 Prozent, während das Geschäft mit festverzinslichen Produkten um 9 Prozent nachgab. Ein stabiler Ertragspfeiler blieb das Wealth Management, das seine Einnahmen um 13 Prozent steigern konnte.

ETF-Zuflüsse heben Blackrock auf neue Rekordmarken

Der weltweit größte Vermögensverwalter Blackrock überzeugte die Märkte mit starken Zahlen und kräftigen Mittelzuflüssen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 13,16 US-Dollar, deutlich über den Erwartungen von 12,21 US-Dollar. Anleger reagierten positiv, die Aktie legte im vorbörslichen Handel um 1,7 Prozent zu.

Treiber des Ergebnisses waren vor allem hohe Zuflüsse in börsengehandelte Fonds (ETFs) sowie die anhaltend starke Nachfrage nach kostengünstigen Indexprodukten. Dadurch erreichte das verwaltete Vermögen einen neuen Höchststand von 14,04 Billionen US-Dollar. Blackrock profitierte damit erneut von der globalen Tendenz institutioneller und privater Anleger, verstärkt auf passive Anlagestrategien zu setzen.

Branche profitiert von Marktbelebung und Strukturtrends

Die Zahlen von Goldman Sachs, Morgan Stanley und Blackrock unterstreichen die zunehmende Dynamik an den Kapitalmärkten zum Jahresende. Höhere Handelsaktivität, mehr Transaktionen im Investmentbanking und anhaltende Zuflüsse in ETFs stützten die Ergebnisse. Gleichzeitig zeigen die unterschiedlichen Entwicklungen in den Geschäftsbereichen, wie stark Einmaleffekte, Marktvolatilität und strategische Portfolioanpassungen die Ertragslage beeinflussen können.

Stichwörter: Banken, BLACKROCK, ETFs, Finanzen, Gewinn, GoldmanSachs, Investmentbanking, MorganStanley, Quartalszahlen, USA, Vermögensverwaltung, Wallstreet, Wirtschaft
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