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Märkte im Sturm: Krieg, Jobs und Ölpreise

Adrian Kelbich
Letzte Aktualisierung: 6. März 2026 18:18
Adrian Kelbich
börsen-zwischen-konjunkturschock-und-kriegsangst

US-Arbeitsmarkt schockiert Anleger

Die internationalen Finanzmärkte stehen weiterhin unter erheblichem Druck. Auslöser ist ein überraschend schwacher Bericht über den US-Arbeitsmarkt im Februar, der die ohnehin angespannte Stimmung an der Wall Street weiter verschlechterte.

Contents
US-Arbeitsmarkt schockiert AnlegerExperten sehen keine unmittelbare ZinssenkungNahostkrieg belastet die Börsen weltweitÖlpreise schießen in die HöheFluggesellschaften und Modekonzerne unter DruckGold und Silber im Spannungsfeld der MärkteImmobilienpreise in Deutschland ziehen wieder anAsiens Börsen reagieren unterschiedlich

Nach Veröffentlichung der Daten rutschte der Dow Jones Index zur Eröffnung um fast 2 Prozent auf 47.063 Punkte ab. Auch die anderen großen Börsenbarometer gerieten unter Druck: Der breit gefasste S&P 500 verlor rund 1,5 Prozent und fiel auf 6727 Punkte, während der technologielastige Nasdaq Composite ebenfalls etwa 1,5 Prozent auf 22.468 Punkte nachgab.

Der Arbeitsmarktbericht selbst fiel deutlich schlechter aus als erwartet. Statt eines prognostizierten Beschäftigungsaufbaus von 59.000 Stellen meldete die Regierung einen Verlust von 92.000 Arbeitsplätzen außerhalb der Landwirtschaft. Bereits im Januar waren zuvor gemeldete 130.000 neue Jobs auf 126.000 Stellen nach unten korrigiert worden. Gleichzeitig stieg die Arbeitslosenquote von 4,3 Prozent im Januar auf 4,4 Prozent im Februar.

Für Investoren sind diese Zahlen von großer Bedeutung, da sie wichtige Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank liefern.

Experten sehen keine unmittelbare Zinssenkung

Trotz der enttäuschenden Arbeitsmarktdaten rechnen viele Ökonomen derzeit nicht mit einer schnellen Reaktion der Federal Reserve.

Der Analyst Bastian Hepperle vom Bankhaus Hauck Aufhäuser Lampe erklärte:
„Der kräftige Beschäftigungsrückgang überrascht, ist zum Teil streikbedingt.“

Er sieht dennoch keinen grundlegenden Trendbruch. Vielmehr erwartet er weiterhin ein moderates Wachstum am Arbeitsmarkt. Hepperle betonte:
„Die Abwärtsrisiken am Arbeitsmarkt sind nicht so gravierend, dass die Fed den Leitzins senken müsste.“

Auch der Konflikt im Nahen Osten werde nach seiner Einschätzung nicht automatisch eine Zinssenkung rechtfertigen.

Nahostkrieg belastet die Börsen weltweit

Parallel zu den schwachen Konjunkturdaten sorgt der Krieg im Nahen Osten für erhebliche Unsicherheit an den globalen Märkten.

Die Lage verschärfte sich zusätzlich durch politische Signale aus Washington. US-Präsident Donald Trump forderte öffentlich die „bedingungslose Kapitulation“ des iranischen Regimes und erklärte zugleich, er strebe kein neues Abkommen mit Teheran an.

Diese Aussagen verstärkten die Sorge vieler Anleger, dass sich der Konflikt weiter ausweiten und länger dauern könnte.

Die Nervosität spiegelte sich auch an den europäischen Börsen wider. Der deutsche Leitindex DAX verlor zeitweise 1,8 Prozent und fiel auf 23.372 Punkte. Der EuroStoxx50 gab rund 2 Prozent nach und sank auf 5672 Punkte.

Im Verlauf des Tages kam es zwar zu mehreren Richtungswechseln, doch insgesamt blieb die Stimmung angespannt. Am Mittag notierte der DAX weiterhin im Minus bei rund 23.733 Punkten.

Ölpreise schießen in die Höhe

Besonders stark reagierten die Rohstoffmärkte auf den geopolitischen Konflikt. Die Preise für Rohöl sind innerhalb weniger Tage massiv gestiegen.

Das amerikanische Referenzöl WTI verteuerte sich zeitweise um 8,3 Prozent auf 85,42 Dollar je Barrel. Das Nordseeöl Brent erreichte mit 88,83 Dollar pro Fass den höchsten Stand seit 23 Monaten.

Seit Beginn der Woche haben sich beide Sorten um 16 bis 19 Prozent verteuert.

Der Energieminister von Katar, Saad al-Kaabi, warnte vor möglichen weiteren Preissprüngen. Er erklärte:
„Alle Energieproduzenten am Golf könnten ihre Exporte innerhalb weniger Wochen einstellen.“

Sollte dieses Szenario eintreten, könnte der Ölpreis nach seiner Einschätzung sogar auf 150 Dollar pro Barrel steigen.

Selbst bei einem sofortigen Ende der militärischen Auseinandersetzungen würde es laut Kaabi „Wochen bis Monate“ dauern, bis sich die Energieversorgung wieder normalisiert.

Fluggesellschaften und Modekonzerne unter Druck

Der Anstieg der Ölpreise trifft insbesondere Branchen mit hohem Energieverbrauch. An der Wall Street gerieten deshalb mehrere Fluggesellschaften unter Verkaufsdruck.

Die Aktien von American Airlines, United Airlines und Delta Air Lines verloren zwischen 3,6 und 5,2 Prozent.

Auch einzelne Unternehmen aus anderen Branchen sorgten für negative Schlagzeilen. Der Modekonzern Gap brach nach einem schwachen Ausblick um 13 Prozent ein.

Dagegen profitierten Energieunternehmen von den steigenden Rohstoffpreisen. Die Aktien von Occidental Petroleum und NextDecade legten jeweils um etwa 1 Prozent zu.

Gold und Silber im Spannungsfeld der Märkte

Auch die Edelmetallmärkte reagierten auf die unsichere Lage. Der Preis für Gold-Futures stieg zunächst auf 5130 US-Dollar je Feinunze, bevor er wieder leicht nachgab.

Aktuell notiert Gold knapp unter der Marke von 5100 Dollar, was einem Tagesplus von etwa 0,4 Prozent entspricht.

Analysten sehen jedoch einen begrenzten Spielraum für weitere Preissteigerungen. Viele Anleger bevorzugen derzeit den US-Dollar als sicheren Hafen.

Auch Silber verteuerte sich leicht und stieg um 0,7 Prozent auf 82,675 Dollar je Feinunze.

Immobilienpreise in Deutschland ziehen wieder an

Während die Finanzmärkte schwanken, zeigt der deutsche Immobilienmarkt erste Anzeichen einer stabilen Erholung.

Analysten erwarten, dass die Preise für Wohnimmobilien in diesem Jahr um etwa 3,3 Prozent steigen werden. Für die Jahre 2027 und 2028 wird jeweils ein Anstieg von rund 3 Prozent prognostiziert.

Damit dürften Immobilienpreise schneller wachsen als die Inflationsrate, die in diesem Zeitraum bei etwa 2 Prozent liegen könnte.

Nach einem massiven Einbruch hatte sich der Markt im vergangenen Jahr bereits teilweise erholt. Seit einem Tiefpunkt Anfang 2024 sind die Immobilienpreise um nahezu 6 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig nahm die Zahl der Baugenehmigungen im Jahr 2025 erstmals seit vier Jahren wieder zu, was auf eine vorsichtige Stabilisierung der Branche hindeutet.

Asiens Börsen reagieren unterschiedlich

Die Auswirkungen des Nahostkonflikts sind auch in Ostasien spürbar, wenn auch weniger stark als in Europa oder den USA.

Der südkoreanische Kospi-Index verlor etwa 0,5 Prozent, während der australische S&P/ASX 200 den Handel mit einem Minus von 1 Prozent beendete.

In Japan hingegen stabilisierte sich der Markt. Der Nikkei 225 drehte nach anfänglichen Verlusten leicht ins Plus und gewann etwa 0,5 Prozent.Auch in China entwickelten sich die Kurse etwas freundlicher. Der Shanghai Composite verzeichnete moderate Gewinne, während der Hang Seng Index in Hongkong um 1,6 Prozent zulegte.

Stichwörter: Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarkt, Asien, Börse, Brent, China, DAX, Deutschland, DOW JONES, Euro Stoxx 50, Federal Reserve, Finanzen, Hongkong, Immobilienmarkt, Inflation, Japan, Korea, Krieg, Krise, NASDAQ, Ölpreis, S&P 500, Stellenabbau, USA, WTI
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