Mittwoch, 25 Feb. 2026
  • Mein Feed
  • Meine Speicherungen
Abonnieren
Aktienfinancial.de
  • Startseite
  • Deutschland
  • Europa
  • International
  • Politik
  • Unternehmen
  • Wirtschaft
  • Technik
  • Umwelt
Font ResizerAa
Aktienfinancial.deAktienfinancial.de
  • Meine Speicherungen
  • Mein Feed
Suchen
  • Startseite
  • Deutschland
  • Europa
  • International
  • Politik
  • Unternehmen
  • Wirtschaft
  • Technik
  • Umwelt
Have an existing account? Sign In
Folgen Sie uns
© RMK Marketing Inc. Alle Rechte vorbehalten.
DeutschlandWirtschaft

Staatshaushalt 2025 tief im Minus

Susanne Jung
Letzte Aktualisierung: 25. Februar 2026 16:27
Susanne Jung
staatshaushalt-2025:-defizit-steigt-trotz-höherer-einnahmen

Defizit höher als zunächst berechnet

Die Haushaltslage des deutschen Staates hat sich im Jahr 2025 spürbar verschlechtert. Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes belief sich das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit auf 119,1 Milliarden Euro. Gemessen an der Wirtschaftsleistung entspricht das einem Minus von 2,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Contents
Defizit höher als zunächst berechnetBund trägt den HauptanteilEinnahmen wachsen kräftigAusgaben überholen das EinnahmenwachstumBlick nach vorn: Neuverschuldung nimmt zuStabilitätsgrenze rückt näher

Ursprünglich war das Defizit auf 2,4 Prozent geschätzt worden. Die jetzt vorgelegten Zahlen zeigen jedoch ein deutlich größeres Loch in den öffentlichen Kassen. Damit nähert sich Deutschland der im EU-Stabilitäts- und Wachstumspakt festgelegten Obergrenze von 3,0 Prozent, bleibt aber formal noch darunter.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Defizit um 3,9 Milliarden Euro an. 2024 hatte es noch bei 115,3 Milliarden Euro gelegen. Ausschlaggebend für die Verschlechterung war, dass die staatlichen Ausgaben stärker zunahmen als die Einnahmen.

Bund trägt den Hauptanteil

Den größten Teil des Minus entfiel auf den Bund. Mit 79,6 Milliarden Euro verantwortete die Bundesregierung rund zwei Drittel des gesamten Defizits. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen deutlichen Anstieg um 18,6 Milliarden Euro. Im Jahr 2024 hatte das Bundesdefizit noch 60,9 Milliarden Euro betragen.

Auch die Gemeinden mussten ein erheblich höheres Defizit verbuchen. Deren Fehlbetrag wuchs von 21,0 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf nunmehr 28,1 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 7,1 Milliarden Euro.

Demgegenüber konnten die Bundesländer ihre Haushaltslage erheblich verbessern. Ihr Defizit sank auf 9,8 Milliarden Euro – weniger als die Hälfte des Vorjahreswertes von 21,6 Milliarden Euro. Auch bei der Sozialversicherung zeigte sich ein deutlicher Rückgang: Nach einem Minus von 11,8 Milliarden Euro im Jahr 2024 lag das Defizit 2025 nur noch bei 1,7 Milliarden Euro.

Trotz dieser Verbesserungen wiesen wie im Vorjahr alle vier staatlichen Teilsektoren – Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung – ein negatives Finanzierungssaldo auf.

Einnahmen wachsen kräftig

Die staatlichen Einnahmen erreichten 2025 ein Rekordniveau. Insgesamt flossen 2.140,2 Milliarden Euro in die öffentlichen Kassen. Das entspricht einem Plus von 5,7 Prozent oder 115,8 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.

Treiber dieser Entwicklung waren vor allem die Sozialbeiträge, die um 8,9 Prozent zulegten. Auch bei den Steuereinnahmen gab es Zuwächse. Sie erhöhten sich um 3,5 Prozent auf 1.031,5 Milliarden Euro.

Die Mehrwertsteuer brachte ein Plus von 4,0 Prozent, während Einkommen- und Vermögensteuern um 3,4 Prozent stiegen. Besonders stark entwickelten sich die Einnahmen aus vermögensbezogenen Steuern, was auf ein erhöhtes Erbaufkommen zurückgeführt wird.

Trotz dieser deutlichen Einnahmeverbesserung reichte das Wachstum nicht aus, um die steigenden Ausgaben auszugleichen.

Ausgaben überholen das Einnahmenwachstum

Konkrete Einzelpositionen der Ausgabenentwicklung wurden nicht detailliert ausgewiesen, doch Experten führen das Minus vor allem auf höhere Sozialleistungen, zusätzliche Investitionsprogramme sowie steigende Verteidigungsausgaben zurück.

Insbesondere der Bund verzeichnete im Jahresvergleich einen deutlichen Mittelabfluss. Infrastrukturprojekte, Zuschüsse und finanzielle Entlastungsmaßnahmen wirken weiterhin nach.

Damit zeigt sich ein strukturelles Problem: Selbst bei robusten Steuereinnahmen gerät der Haushalt unter Druck, wenn Ausgabendisziplin und Priorisierung nicht ausreichend greifen.

Blick nach vorn: Neuverschuldung nimmt zu

Für die kommenden Jahre rechnen Wirtschaftsforschungsinstitute mit einer weiteren Verschlechterung der Lage. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) prognostiziert für das laufende Jahr ein Defizit von 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung. Für 2027 wird sogar ein Wert von 4,0 Prozent erwartet.

Das Institut begründet seine Einschätzung mit zusätzlichen Ausgabenimpulsen. Wörtlich heißt es: „Investitionen und Vorleistungskäufe erhalten erstmals spürbare Impulse aus dem neuen Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie erneut aus steigenden Verteidigungsausgaben.“

Das sogenannte Sondervermögen dient unter anderem der Modernisierung der Infrastruktur und der Förderung klimaneutraler Technologien. Hinzu kommen sicherheitspolitische Verpflichtungen, die seit Beginn des Ukrainekriegs deutlich angestiegen sind.

Stabilitätsgrenze rückt näher

Mit einem Defizit von 2,7 Prozent liegt Deutschland zwar noch unter der europäischen Stabilitätsmarke von 3,0 Prozent, doch die Tendenz zeigt nach oben. Länder wie Frankreich überschreiten diese Grenze bereits seit Jahren.

Sollten sich die Prognosen bewahrheiten, könnte auch Deutschland in den kommenden Jahren deutlich über die Zielmarke hinausgehen. Das würde finanzpolitisch neue Spielräume erfordern – oder stärkere Konsolidierungsmaßnahmen.

Die Zahlen verdeutlichen, dass steigende Einnahmen allein nicht automatisch zu stabileren Staatsfinanzen führen. Entscheidend bleibt das Verhältnis zwischen Einnahmenwachstum und Ausgabedynamik.

Stichwörter: Bundeshaushalt, Bundesländer, Finanzierungsdefizit, Infrastruktur, Klimaneutralität, Neuverschuldung, Sozialbeiträge, Staatsdefizit, Steuereinnahmen, Verteidigungsausgaben, Wirtschaftsprognose.
Vorheriger Beitrag rekordrede-mit-viel-pathos-und-angriffen Rekordrede mit viel Pathos und Angriffen

Beliebte Beiträge

Samsung stärkt Position im Markt für Fahrerassistenz

Übernahme verschiebt Kräfteverhältnis in der Autoelektronik Der globale Markt für intelligente Fahrzeugsysteme steht vor einer…

Von Cornelia Schröder-Meins

Richterwahl geplatzt: SPD-Kandidatin sorgt für Eklat

Wahlverzicht im Bundestag sorgt für politische Spannungen Die geplante Wahl von drei neuen Bundesverfassungsrichtern ist…

Von Cornelia Schröder-Meins

Die verheerenden Hochwasser in Kasachstan und Russland: Eine tiefergehende Betrachtung

In den vergangenen Tagen haben Kasachstan und der Süden Russlands mit einer Naturkatastrophe zu kämpfen,…

Von Adrian Kelbich

Das könnte Sie auch interessieren

neue-heizregeln-treiben-gaspreise-nach-oben
DeutschlandUmwelt

Neue Heizregeln treiben Gaspreise nach oben

Von Adrian Kelbich
wehrreform-mit-schwacher-resonanz-gestartet
DeutschlandPolitik

Wehrdienstreform stößt auf geringe Beteiligung junger Leute

Von Cornelia Schröder-Meins
asiens-börsen-finden-halt-trotz-globaler-gegenwinde
InternationalWirtschaft

Asiens Börsen finden Halt trotz globaler Gegenwinde

Von Susanne Jung
eu-friert-handelsdeal-mit-den-usa-erneut-ein
EuropaWirtschaft

EU stoppt Zollabkommen erneut – Börsen reagieren nervös

Von Charlotte Probst
Aktienfinancial.de

Über Uns

Wir begrüßen Sie bei AktienFrancial.de, Ihrem Tor zu unabhängigen Nachrichten und Neuigkeiten, sowie Hintergrund-Information zu Märkten, Politik, Finanzen, Wirtschaft, Technik und Wissenschaft.

RMK Marketing Inc.
41 Lana Terrace, Mississauga, Ontario L5A 3B2, Kanada​
Links
  • AGB
  • Impressum
  • Über uns
  • Datenschutz
  • Kontakt

© RMK Marketing Inc. Alle Rechte vorbehalten.

Welcome Back!

Sign in to your account

Lost your password?