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Touristen meiden die USA – Zahlen brechen dramatisch ein

Cornelia Schröder-Meins
Letzte Aktualisierung: 10. April 2025 19:07
Cornelia Schröder-Meins
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Internationale Gäste meiden die Vereinigten Staaten

Der einst weltweite Tourismusmagnet USA erlebt 2025 einen herben Dämpfer. Internationale Gäste aus wichtigen Herkunftsländern – darunter Kanada, das Vereinigte Königreich, Mexiko, China, Brasilien, Frankreich, Japan und Südkorea – sagen ihre Reisen zunehmend ab. Die neuesten Zahlen zeichnen ein düsteres Bild: Im März 2025 brachen die Einreisen aus dem Ausland um 11,6 Prozent ein, im gesamten ersten Quartal sank die Zahl der internationalen Besucher um 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Verunsicherung durch die politische Großwetterlage

Für viele ausländische Urlauber ist das politische Klima unter US-Präsident Donald Trump ausschlaggebend. Zölle, verschärfte Grenzkontrollen, aggressive Rhetorik und wachsende diplomatische Spannungen mit Verbündeten führen dazu, dass selbst eingefleischte USA-Fans ihre Reisepläne verwerfen.

Olja Ivanic aus Colorado erzählt:
„Meine schwedischen Verwandten hatten Flüge und Hotels gebucht – jetzt fahren sie nach Spanien.“
Ein geplanter Wanderurlaub in den Rockies fiel der politischen Lage zum Opfer. Die Absage ist kein Einzelfall.

Einbruch auf allen Kontinenten

Die Reisewarnung kommt still – aber effektiv. In Kanada gingen die Buchungen um 40 Prozent zurück. Air Canada musste Verbindungen nach Las Vegas, Arizona und Florida kürzen. Aus Mexiko verzeichnete die US-Tourismusbehörde ein Minus von 23 Prozent bei Flügen. Brasilien meldete im Zeitraum Februar–März einen Rückgang der USA-Reisen um 15 Prozent.

Auch in Europa zeigt sich die Zurückhaltung: Deutschland, Frankreich und Italien registrieren spürbar weniger Interesse an US-Zielen. Die UK bildete eine Ausnahme mit einem kurzen Anstieg im März, der jedoch nicht ausreicht, den Trend zu brechen. In Asien sinken die Buchungszahlen aus Japan, während Südkorea leichte Zuwächse meldet.

Ökonomische Gründe verstärken den Effekt

Nicht nur politische, sondern auch wirtschaftliche Faktoren beeinflussen die Reiseentscheidungen. So macht der schwache kanadische Dollar den US-Urlaub für viele Kanadier schlicht zu teuer. Laut einem kanadischen Analysten „denken viele Familien jetzt um – ein Ferienhaus in British Columbia ersetzt Disney World.“

Stimmungskrise für eine ganze Branche

Die Folgen sind spürbar: Statt eines erwarteten Zuwachses von 9 Prozent, rechnet das Beratungsunternehmen Tourism Economics nun mit einem Rückgang von 9,4 Prozent. Die Saison 2025, einst als Jahr des touristischen Aufschwungs erwartet, wird zu einem wirtschaftlichen Unsicherheitsfaktor.

Stichwörter: Markt, Meinung, Tourismus, USA, Welt, Wirtschaft
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