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Krise im deutschen Handwerk bedroht 80.000 Arbeitsplätze

Susanne Jung
Letzte Aktualisierung: 14. Mai 2024 20:38
Susanne Jung
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Zehntausende Arbeitsplätze vor dem Aus

Das deutsche Handwerk steht vor großen Herausforderungen. Laut dem Zentralverband des deutschen Handwerks drohen für das laufende Jahr düstere wirtschaftliche Aussichten mit einem realen Umsatzrückgang und dem potenziellen Verlust von bis zu 80.000 Arbeitsplätzen. Diese Prognose wurde nach einer Zusammenkunft der 53 deutschen Handwerkskammern in Erfurt veröffentlicht, bei der der Generalsekretär Holger Schwannecke deutlich machte, dass man keineswegs von einer konjunkturellen Entspannung sprechen könne.

Umsatzentwicklung und Arbeitsmarktprobleme

Aktuell sind etwa 5,7 Millionen Menschen im deutschen Handwerk beschäftigt. Für 2024 wird zwar ein nominales Umsatzplus von etwa einem Prozent erwartet, jedoch prognostiziert Schwannecke, dass „real die Umsätze der Betriebe erneut sinken“ werden. Diese Entwicklung gefährdet zahlreiche Arbeitsplätze, besonders in den konjunkturabhängigen Sektoren wie dem Bauhandwerk, das trotz gestiegener Einkommen der Verbraucher in anderen Bereichen unter erheblichem Druck steht.

Die Bürokratie als Hürde für die Selbstständigkeit

Ein weiteres großes Thema, das die Branche beschäftigt, ist die hohe Bürokratiebelastung. Nach einer Studie der Universität Köln vermeiden etwa 25% der Meisterabsolventen den Schritt in die Selbstständigkeit aufgrund der komplexen bürokratischen Anforderungen. „Sie haben Angst vor Formularen“, erklärte Schwannecke. Diese Furcht vor Dokumentationen, Nachweisen und anderen bürokratischen Hürden stellt ein signifikantes Hindernis für viele Handwerker dar.

Kultur des Misstrauens und Wertschätzung der Selbstständigkeit

Thomas Malcherek, Geschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt, betonte, dass in Deutschland eine „Misstrauenskultur“ herrsche, die die Wertschätzung für Selbstständigkeit untergrabe. Dies sei besonders problematisch in einem Land, in dem jährlich rund 20.000 Meisterprüfungen abgelegt werden.

Politische Forderungen des Zentralverbandes

Angesichts der angespannten Lage fordert der Zentralverband des deutschen Handwerks politische Maßnahmen zur Verbesserung der Situation. Dazu zählen der Abbau von Bürokratie, die Verlässlichkeit der Politik sowie eine Bildungswende, die der Berufsausbildung denselben Stellenwert einräumt wie der akademischen Ausbildung.

Investitionszurückhaltung und ihre Folgen

Die anhaltende Investitionszurückhaltung, insbesondere im Bauhandwerk, führt laut Malcherek zu sinkenden Aufträgen und baut eine „gewisse Mutlosigkeit“ unter den Handwerkern auf. Diese Entwicklungen zeigen deutlich, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt, um die fundamentale Rolle des Handwerks in der deutschen Wirtschaft zu stärken und zukunftsfähig zu machen.

Insgesamt spiegelt die Situation im deutschen Handwerk eine Reihe von Herausforderungen wider, die sowohl strukturelle als auch konjunkturelle Ursachen haben. Die Fähigkeit dieser Schlüsselbranche, sich an die veränderten wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen anzupassen, wird entscheidend sein für die Zukunft vieler Arbeitsplätze und für die wirtschaftliche Stabilität des Landes.

Stichwörter: Deutschland, Europa, Handwerk, Krise, Meinung, Politik, Stellenabbau, Technik, Unternehmen, Wirtschaft
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