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Kriegssorgen drücken US-Indizes deutlich

Cornelia Schröder-Meins
Letzte Aktualisierung: 3. März 2026 17:27
Cornelia Schröder-Meins
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Börsenstart in New York im Minus

Die verschärfte militärische Lage im Nahen Osten hat die amerikanischen Aktienmärkte empfindlich getroffen. Unmittelbar nach dem Läuten der Startglocke rutschte der Dow Jones Industrial Average um 1,8 Prozent auf 48.019 Punkte ab. Auch der breitere S&P 500 gab deutlich nach und verlor 1,7 Prozent. Der technologielastige Nasdaq Composite fiel sogar um 2,0 Prozent.

Contents
Börsenstart in New York im MinusStimmungsumschwung unter InvestorenUS-Währung gewinnt an StärkeGold verliert trotz KrisenlageGeopolitik bleibt zentraler Faktor

Damit kehrte sich die vergleichsweise ruhige Reaktion vom Vortag um. Am Montag hatten Marktteilnehmer die Angriffe der USA und Israels auf iranische Ziele sowie die anschließenden iranischen Gegenschläge noch relativ gelassen verarbeitet. Einen Tag später überwog jedoch klare Unsicherheit.

Stimmungsumschwung unter Investoren

Beobachter sprechen von einer spürbaren Eintrübung des Sentiments. Während am Montag noch Hoffnungen auf eine begrenzte Eskalation vorherrschten, rückten nun mögliche längerfristige Auswirkungen auf Energiepreise, Lieferketten und globale Handelsströme stärker in den Fokus.

Vor allem konjunkturabhängige Branchen gerieten unter Druck. Anleger reduzierten Risikoengagements und schichteten Kapital in vermeintlich stabilere Anlagen um. Die Volatilität nahm deutlich zu.

US-Währung gewinnt an Stärke

Parallel zu den Kursverlusten an den Aktienmärkten setzte sich die Aufwertung des US-Dollars fort. Der sogenannte Dollarindex, der den Wert der US-Währung gegenüber einem Währungskorb misst, legte um 1 Prozent zu.

Der Euro unterschritt im Gegenzug die Marke von 1,16 US-Dollar und notierte damit schwächer als zuvor. In Phasen geopolitischer Spannungen gilt der Dollar vielfach als sicherer Hafen, was die Nachfrage nach der US-Währung verstärkt.

Gold verliert trotz Krisenlage

Bemerkenswert ist die Entwicklung am Goldmarkt. Obwohl geopolitische Konflikte traditionell Nachfrage nach dem Edelmetall auslösen, geriet der Goldpreis unter Druck. Die Feinunze verbilligte sich um rund 4 Prozent.

Marktbeobachter führen dies vor allem auf den stärkeren Dollar zurück. Da Gold überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, verteuert eine Aufwertung der amerikanischen Währung das Edelmetall für Käufer außerhalb des Dollarraums. Die Folge ist eine sinkende Nachfrage.

Geopolitik bleibt zentraler Faktor

Die aktuellen Marktbewegungen zeigen, wie sensibel Finanzmärkte auf geopolitische Risiken reagieren. Die Kombination aus militärischer Eskalation, Währungsschwankungen und rückläufigen Aktienkursen verdeutlicht die Unsicherheit vieler Investoren.

Insbesondere die schnelle Wendung von relativer Gelassenheit zu spürbarer Nervosität unterstreicht die Dynamik der Lage. Die Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, ob sich die Auseinandersetzung weiter zuspitzt oder diplomatische Initiativen eine Eindämmung erreichen.

Fest steht: Der Konflikt im Nahen Osten beeinflusst nicht nur politische und sicherheitspolitische Entscheidungen, sondern auch Kapitalströme, Währungen und Rohstoffmärkte weltweit.

Stichwörter: Aktienverluste, Dollarindex, DOW JONES, Eurokurs, Finanzmärkte, Goldpreis, Nahost, NASDAQ, S&P 500, Wall Street
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